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Invigilo

So funktioniert es

Die Regeln stehen fest. Invigilo setzt sie durch. Die Lehrkraft entscheidet.

Invigilo ist eine Anwendung, die eine Schule installiert, mit benannten Modulen darin: Vigila überwacht Prüfungen, LUCA ist das Lernmodell. Hier ist der Ablauf vom Öffnen der Prüfung bis zur gelöschten Aufzeichnung, und wo die Daten unterwegs liegen. Nichts davon ist bereits im Einsatz.

Der Ablauf

Vier Schritte: Richtlinie festlegen, Prüfung durchführen, auswerten, löschen.

01

Vor der Prüfung

Die Stufe der Prüfung folgt der Prüfungsordnung: Bei Prüfungen und den großen schriftlichen Arbeiten sind KI-Chatbots verboten, sodass es Stufe 0 oder 1 von vieren ist, was die Schule bestätigt. Die Prüfungsleitung legt Zeitpunkt und Sitzplan fest. Es wird noch nichts erfasst; der Client auf dem Computer der Schülerin oder des Schülers wartet darauf, dass der Server die Prüfung öffnet.

02In geschlossener Testphase

Vigila

Während der Prüfung

Vigila zeichnet nur das Prüfungsfenster auf und maskiert Adressleiste und Lesezeichen, bevor etwas gesendet wird. Die Regel-Engine markiert, was außerhalb der Richtlinie der Schule liegt, und die Aufsicht sieht den Fund sofort.

03

Nach der Prüfung

Die Lehrkraft meldet sich mit dem eigenen dienstlichen Login der Schule an und lädt eine Zusammenfassung pro Platz herunter: jeder Fund mit der Regel dahinter. Funde werden von der Lehrkraft entschieden, nie vom System.

04

Die Löschung

Läuft die Widerspruchsfrist ab, löscht der Server die Aufzeichnung automatisch. Die Löschung ist im System eingebaut, keine Routine, die jemand sich merken muss.

Start im vierten Quartal 2026, vor den Winterprüfungen.

Wo die Daten liegen

Drei Orte, und nur zwei davon existieren.

Das Archiv kennt nur Platznummern. Der Name der Schülerin oder des Schülers steht in der eigenen Liste der Schule und gelangt nie in Invigilo: weder in das Prüfungsmodul noch in das Lernmodell. Deshalb gibt es drei mögliche Orte für Daten, und nur die ersten beiden existieren.

Der Computer der Schülerin oder des Schülers: Ein verschlüsselter lokaler Puffer, während die Prüfung läuft. Fällt das Netz aus, ist der Puffer die gesamte Prüfung und wird am Ende als verschlüsseltes Archiv exportiert. Wird gelöscht, sobald die Aufzeichnung im Archiv der Schule abgelegt ist. Unsere Server in der EU: Das verschlüsselte Archiv, gehostet bei Hetzner in der EU. Nur das eigene Personal der Schule hat Zugriff, über das eigene dienstliche Login. Bis die Widerspruchsfrist abläuft, danach wird es automatisch gelöscht. Außerhalb der EU: Nichts. Keine US-Cloud-Dienste, keine Unterauftragsverarbeiter in Drittländern, kein KI-Dienst, den wir aufrufen. Es gibt keinen Datenfluss zu löschen.

Selbst gehostete KI

Die Modelle laufen auf unseren eigenen Servern.

Bittet eine Lehrkraft um eine unverbindliche Einschätzung eines Fundes, geht der Auszug an ein Sprachmodell, das wir selbst auf einem GPU-Server in der EU betreiben. LUCA, das Lernmodell, entsteht auf derselben Grundlage und ist noch in Entwicklung. Es gibt keinen API-Aufruf an OpenAI, Google oder einen anderen Dienst außerhalb Europas.

Kein Dritter beteiligt
Offene Gewichte auf unserer eigenen Maschine. Schülerdaten erreichen nie einen externen KI-Dienst, und es gibt keine Drittlandübermittlung zu bewerten.
Unverbindlich, nie entscheidend
Die Antwort des Modells wird als unverbindlich gekennzeichnet und dem Fund als Hilfe für die Lehrkraft beigefügt. Keine Schülerin und kein Schüler wird von einem Modell markiert oder beurteilt.
Bei einem Fehler wird nicht geraten
Antwortet das Modell nicht, wird die Frage in der Zusammenfassung als unbeantwortet vermerkt. Die Regeln laufen ohne es weiter, und die Prüfung bleibt unbeeinträchtigt.

Manche Schul-Tools laufen auf GPT-4o und GPT-5.1 von OpenAI. Selbst wenn das Archiv selbst in der EU gespeichert wird, wird die Anfrage an das Modell an OpenAIs Server in den USA gesendet. Für unsere eigenen Modelle gilt das nicht.

DSGVO

Die Regeln sind eingebaut, nicht nachträglich aufgesetzt.

01

Datenminimierung

Alles außerhalb des Prüfungsfensters wird auf dem Computer der Schülerin oder des Schülers entfernt, bevor etwas gesendet wird.

02

Zweckbindung

Die Aufzeichnung dient einem Zweck: der Bewertung der Prüfung durch die Lehrkraft. Keine Statistik, kein Training von Modellen.

03

Speicherbegrenzung

Automatische Löschung, sobald die Widerspruchsfrist abläuft. Kein Aufräumen, das jemand vergessen kann.

04

Keine Übermittlung aus der EU heraus

Server und Modelle stehen in der EU. Es gibt keine Übermittlung, für die eine Schrems-Bewertung nötig wäre.

05

Keine automatisierten Entscheidungen

Jeder Fund wird von einem Menschen entschieden. Das entspricht Artikel 22 wortwörtlich.

06

Auftragsverarbeitung und Rechte

Die Schule ist die Verantwortliche, Invigilo der Auftragsverarbeiter, und der Vertrag ist Teil des Abonnements. Auskunft und Löschung laufen über die Schule, die als Einzige die Namen kennt.

07

Verhältnismäßigkeit bei langen Arbeiten

Der Verhältnismäßigkeitstest der Datenschutzbehörde setzt voraus, dass eine Prüfung kurz und abgegrenzt ist. Vierzehn Tage durchgehender Überwachung sind das nicht, deshalb werden lange Arbeiten stattdessen in abgegrenzten Zeitfenstern überwacht.

Selbst ansehen

Die Demo zeigt einen ganzen Prüfungsraum live.

Öffnen Sie die Demo und sehen Sie den Raum, die Funde und die Übersicht der Aufsicht, ohne Anmeldung. Das ist Vigila, so wie das Modul im geschlossenen Test aussieht.